BAKERZYSTE

 

Hierbei handelt sich dabei um eine anatomische Ausstülpung der Gelenkskapsel zwischen zwei Sehnen (Sehne des medialen Kopfes des M. gastrocnemius und der Sehne des M. semimembranosus) in der Kniekehle.

Lokalisation der Bakerzyste in der Kniekehle

Zumeist vergrößert sie sich im Zusammenhang mit einer Reizung des Kniegelenkes (Meniskusriss, Knorpelschaden, rheumatioide Arthritis). Dadurch kommt es zu einer vermehrten Produktion von Gelenkflüssigkeit, wodurch ein Überdruck entsteht. In der Kniekehle schwillt die Zyste an.

Abhängig vom Reizzustand des Kniegelenkes ist sie einmal größer und prall gefüllt, nach körperlicher Schonung geht sie wieder zurück oder verschwindet komplett.

Größere Zysten können in der Kniekehle gut getastet werden.

Sie verursachen manchmal ein schmerzhaftes Spannungsgefühl beim Beugen. 

Platz eine Bakerzyste kommt es zum Anschwellen des Unterschenkel und einem plötzlich einschießenden Schmerz in der Wade, der eine Thrombose vortäuschen kann.

Mit einer MRT lässt sich die Bakerzyste selbst und eventuell auch die verursachende Kniegelenkserkrankung (Meniskusläsion, Knorpelschaden) diagnostizieren. 

MR Bild Institut Dr. Rachinger: Bakerzyste

Die Therapie setzt bei der Behandlung der kausalen Ursache der Bakerzyste an.  

Wird der Schaden operativ oder medikamentös behoben, sodass sich der Erguss zurückbildet, verschwindet die Bakerzyste zumeist von alleine wieder.

Läßt sich die Ursache allerdings nicht beheben, kann die Zyste punktiert oder auch operativ entfernt werden. Es besteht allerdings ein hohes Risiko, dass die Bakerzyste nach der Entfernung neu entsteht.

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