SCHLEIMBEUTELENTZÜNDUNG (BURSITIS)

BURSITIS PRAEPATELLARIS

Bursa praepatellaris

Entzündung des Schleimbeutels vor der Kniescheibe.

Die Ursache ist zumeist eine mechanische Reizung des Schleimbeutels durch lokalen Druck.

Sie tritt häufig bei Personen auf, die ihre Arbeit in kniender Position vollbringen (Teppichleger-Knie). Das Tragen von Knieschonern bei der Arbeit ist ein wirksamer Schutz.

Nach einem Sturz aufs Knie kann es auch zu einer Einblutung in de Schleimbeutel kommen.

Klinisch zeigt sich eine berührungsempfindliche Schwellung und Rötung über der Kniescheibe mit einer schmerzhaften Beugebehinderung.

Therapie: Ein geschwollener Schleimbeutel kann punktiert werden und seröse (gelbliche) Flüssigkeit abgesaugt werden. Das einmalige Einspritzen von Cortison verringert das Risiko einer raschen neuerlichen Füllung. 

Das Gelenk sollte bandagiert und ruhiggestellt werden. Lokale Eisbehandlung und die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten beschleunigen das Abklingen der Akutbeschwerden. 

Bakteriell infizierte Schleimbeutelentzündungen müssen operativ eröffnet und drainagiert werden. Begleitend wird der Patient antibiotisch abgeschirmt.

Bei einer chronischen Bursitis wird der Schleimbeutel in toto chirurgisch entfernt.

Eine postoperative Ruhigstellung bis zur Wundheilung ist erforderlich um das Risiko von Nachblutungen und langwierigen Sekretionen aus der Wundhöhle zu minimieren.

BURSITIS INFRAPATELLARIS

Bursa infrapatellaris

Entzündung des Schleimbeutels vor der Patellarsehne.

Auch hier ist die Ursache zumeist eine mechanische Reizung des Schleimbeutels durch lokalen Druck.

Tritt häufig beim aufrechten Knie auf einer Kniebank beim Beten auf (Priester-Knie).

Klinisch zeigt sich eine Schwellung und Rötung über der Patellarsehne mit Schmerzen beim Überstrecken und bei der maximalen Beugung.

Die Therapie ist ident mit jener der Bursitis praepatellaris.

 

PES ANSERINUS BURISITIS (PES ANSERINUS SYNDROM)

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